"Das war mal wieder eine sehr harte Etappe. Von außen hat es vielleicht ruhig ausgesehen, aber ich bin sicher, dass eine Menge Leute sehr viel Energie auf der Straße liegen gelassen haben bei diesen Temperaturen und der extremen Geschwindigkeit in den ersten zwei Stunden. Das war brutal! Schade, dass es in dieser Phase noch keine Fernsehbilder gab. Alle waren am Limit, die Ausreißer, die vorne bleiben wollten, die Verfolger, die ihnen nachgejagt sind.
Meine Teamkollegen haben das Rennen unter Kontrolle gehalten. Sie waren immer bei mir, aufmerksam von Kilometer 0 bis zum Ende. Wir haben Fahrer gesehen, die herumgesprungen sind, um Zeit im Gesamtklassement gut zu machen. Im Moment brauche ich wirklich nicht zu attackieren. Verteidigen reicht, solange mich die Jungs so unter Druck setzen. Ich habe gesehen, dass meine Rivalen definitiv nicht demoralisiert sind. Vincenzo (Nibali) hatte gestern einen harten Tag. Heute hat er sich offensichtlich gut gefühlt, daher hat er seine Teamkollegen am Tourmalet arbeiten lassen. Am Ende hat er etwas Zeit verloren, aber für mich bedeutet es, dass das Rennen noch lange nicht vorbei ist und dass ich jeden Tag in Schwierigkeiten geraten kann. Morgen haben wir eine entscheidende Bergankunft in Plateau de Beille, und das ist ein richtig harter Anstieg! Eine Menge Jungs werden die Nachwirkungen des heutigen harten Rennens spüren."
Interview
15 Juli 2015
- 19:07
Christopher Froome: "Meine Rivalen sind definitiv nicht demoralisiert!"