Voeckler - das Bergtrikot in Luchon

Tour de France 2012 | Etappe 16 | Pau > Bagnères-de-Luchon

38 Fahrer in der Ausreißergruppe
Zu Beginn der Etappe versuchen nicht wenige Ausreißer ihr Glück. Dazu gehören auch Izaguirre (EUS), Koren (LIQ), Paolini (KAT), Gusew (KAT), Roy (FDJ), Ten Dam (RAB) und Cobo (MOV), die sich bei km 7 leicht absetzen, aber rasch eingeholt werden. Bei km 20 entsteht endgültig eine viel größere Gruppe mit 38 Fahrern: Cummings, Hincapie (BMC), Popowitsch, Voigt (RNT), Voeckler, Arashiro (EUC), Azanza, Izaguirre, Martinez (EUS), Hondo, Marzano, Stortoni (LAM), D. Martin (GRS), Bouet, Minard (ALM), Taaramae, Dumoulin (COF), Feillu, Levarlet, Marino (SAU), Hoogerland, Vals Ferri (VCD), Caruso, Trofimow, Vorganow (KAT), Casar, Fédrigo, Ladagnous (FDJ), Kruijswijsk, Ten Dam (RAB), Costa, Karpets, Kiryienka (MOV), Paulinho, C. Sorensen (STB), Kessiakoff, Winokurow (AST) und Sprick (ARG).
Kessiakoff am Aubisque noch dabei
Der Anstieg zum Col d’Aubisque, den die Gruppe mit einem Zeitpolster von 3’40’’ auf das Peloton in Angriff nimmt, wird nicht zum Schauplatz irgendeiner Offensive. Auf dem letzten Kilometer beschleunigen Voeckler und ein weiterer Teamkollege von Europcar, sodass Voeckler die 25 Punkte für die Bergwertung gutgeschrieben werden. Allerdings schafft es Kessiakoff, die Markierung als Zweiter zu überquere.
Dan Martin zieht als erster Fahrer davon
Der Anstieg zum Col du Tourmalet beendet den Zusammenhalt der Gruppe, der allmählich die weniger starken Kletterer abhanden kommen, ehe eine weitere Tempoverschärfung von Dan Martin nach dem halben Anstieg die Gruppe auflöst. Thomas Voeckler und Brice Feillu könnend em Iren als einzige folgen. Allerdings fällt letzterer 5 km vor der Passhöhe einem weiteren Vorstoß von Voeckler zum Opfer, der den Col mit Feillu passiert. Die beiden Franzosen nutzen die Abfahrt nach Sainte-Marie-de-Campan, um sich von Dan Martin, Kessiakoff und allen anderen früheren Weggefährten abzusetzen. Am Col d’Aspin verbuchen sie einen Vorsprung von 1’10’’ auf Winokurow, C. Sorensen und Jens Voigt. Kessiakoff kann im Kampf um die Bergpunkte nicht mehr mitmischen.
Evans von Liquigas ausgebremst
Im Peloton verschärft Liquigas 5 km unterhalb des Col d’Aspin das Tempo. Der Vorstoß von Basso und Nibali macht den Männern vom Team Sky nichts aus, zeigt aber Wirkung bei Cadel Evans, der 2,5 km vor dem Gipfel abreißen lassen muss. Sein Rückstand auf Wiggins beträgt 45’’. Der Australier jagt der Gruppe rund zehn Kilometer hinterher… offenbart aber Schwächen. Der Anstieg zum Col de Peyresourde erinnert Voeckler und Feillu daran, dass es ihren Verfolgern nicht an Mitteln fehlt. Vor allem Winokurow und Sorensen, die sich dem französischen Spitzenduo 7 km unterhalb der Passhöhe bis auf 30’’ nähern. Diesen Zeitpunkt wählt Thomas Voeckler, um Brice Feillu abzuschütteln und zunächst dem Bergtrikot entgegen zu fahren, das ihn in Peyresourde erwartet.
Nibali sorgt für Aufruhr in der Gruppe um das Gelbe Trikot
Für die Abfahrt nach Bagnères-de-Luchon besitzt Voeckler einen Vorsprung von 1’30’’ auf C. Sorensen. Im Alleingang baut der Kapitän vom Team Europcar sein Polster noch etwwas aus und beendet die Strecke im Ziel mit einem Vorsprung von 1’40’’. Dahinter zeigt der Showdown der Favoriten hauptsächlich den Einbruch bei Cadel Evans, dessen Chancen auf das Abschlusspodium deutlich schwinden (Platz 7 in der Gesamtwertung, 8’06’’ hinter Wiggins). Vincenzo Nibali, der die Gruppe um das Gelbe Trikot 4 km unterhalb des Col de Peyresourde in Aufruhr versetzt, kann bis auf Bradley Wiggins und Chris Froome alle abhängen, und beendet den Aufstieg sowie die Etappe mit den beiden Briten 7’09’’ hinter Voeckler.

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