„Ich wusste, dass das ein wichtiger Tag ist und ich etwas versuchen muss, weil ich aufgrund meines Rückstands in der Gesamtwertung für die Favoriten nicht sonderlich gefährlich war. Es galt also anzugreifen. Auf der Abfahrt vom Tourmalet hat Gilbert einen Vorsprung vor seinen Teamkollegen herausgefahren. Da ich mit Ruben Perez Moreno auch einen Teamkollegen vorn hatte, war das der richtige Moment, um es zu versuchen. Ich wusste, dass die beiden Schlecks nicht mehr viele Teamkollegen vorn hatten und Alberto Contador auch nicht, also waren sie nicht in der Lage, mich noch mal einzuholen. Danach musste ich das Tempo halten, denn ich wusste, dass ich gewinnen würde, wenn es mir gelänge, auf dem letzten Kilometer einen Vorsprung von 30’’ zu verteidigen. Es ist ein Tag voller Emotionen, weil ich in diesem orangefarbenen Meer unterwegs war, vor heimischem Publikum, das war sehr beeindruckend. Und wir feiern hier den Jahrestag von Laisekas Sieg, also ist es ein besonderer Sieg. Ich kann es noch gar nicht glauben. Im Vergleich zu meinem Sieg bei den Olympischen Spielen ist das hier ganz anders, denn das war weit weg von hier. Man muss diese Glücksmomente genießen, denn in unserem Beruf durchlebt man auch viele schwierige Zeiten. Das einzige Tagesziel lautete, die Etappe zu gewinnen. Ich habe das gepunktete Trikot, aber das ist mehr ein Bonus. Was den Rest angelangt, werde ich mich erstmal erholen und diesen Etappensieg mit meinen Teamkollegen ordentlich feiern. Danach wird das Rennen wieder zeigen, was Sache ist.“
Interview
14 Juli 2011
- 19:11
Samuel Sanchez: "Ich musste etwas versuchen."